
Wie man Infrarotheizungen im Badezimmer wirklich sicher macht
Das Einbauen einer Infrarotlampe im Badezimmer bedeutet im Grunde genommen, einen Konflikt mit Dampf und Feuchtigkeit herbeizuführen. Wenn die Isolierung nicht richtig funktioniert, kann es zu Kurzschlüssen oder anderen Problemen kommen. Das ist sicherlich nicht das, was man während des Duschens möchte.
Um Sicherheit zu gewährleisten, müssen wir drei Aspekte berücksichtigen.
Erstens müssen wir uns um den Dampf kümmern. Wasserdampf dringt in fast alles ein. Um dies zu verhindern, verwenden wir widerstandsfähige Silikondichtungen sowie Gehäuse mit IP-Zertifizierung. Es geht darum, die Feuchtigkeit von den elektrischen Komponenten fernzuhalten. Wir verwenden außerdem Kabel, die sowohl Hitze als auch Feuchtigkeit aushalten können. Wenn man billige Kabel verwendet, werden diese nach ein paar Wochen des Heizens und Abkühlens zerbrechen.
Dann gibt es noch die eigentlichen Komponenten der Heizung. Der Heizelemente benötigt eine stabile Barriere. Wir verwenden hochreines Quarzglas für die Filamente – dieses Material kann Hitze ohne Probleme aushalten und sorgt dafür, dass die Elektrizität dort bleibt, wo sie hingehört. Für die Anschlüsse verwenden wir Keramik oder verstärkte Kunststoffe. Diese leiten keine Elektrizität und schmelzen auch nicht, wenn die Lampe maximal heizt.
Aber es gibt einen Haken: Eine wasserdichte Abdichtung ist keine magische Lösung. Man braucht trotzdem einen ordnungsgemäß verbundenen Erdschutz. Wir verbinden das Metallgehäuse direkt mit dem Erdbahnkabel. So wird bei einem Leck sofort der Schalter ausgeschaltet. Besser ist es, wenn der Schalter ausgeschaltet wird, anstatt dass jemand einen Stromschlag bekommt.
Allerdings gibt es auch hier ein Problem: Wenn man das Gehäuse zu stark abdichtet, um Wasser fernzuhalten, bleibt die Hitze im Inneren stecken. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem. Man braucht zwar ein IP-Zertifikat für die Sicherheit, aber man braucht auch eine Möglichkeit, damit die Hitze entweichen kann – wie zum Beispiel ein intelligenter Kühlkörper oder ein Gehäuse mit Lüftungsöffnungen, das den Dampf von den elektronischen Komponenten fernhält.
Wenn man die Luftzirkulation ignoriert, wird die Isolierung der Kabel durch die Hitze spröde. Und sobald sie spröde ist, versagen die Kabel. Einfach so.